Web Design Patterns
Web Design Patterns sind Standardlösungen für regelmäßig auftretende Problemstellungen bei der Gestaltung von Internetseiten. Anders als das “Design” im Namen vielleicht vermuten lässt geht es dabei primär um Fragen der Usability. Ziel: schneller zu schlüssigen Seitenkonzepten zu kommen, ohne Probiererei und ohne ständig die gleichen Fehler zu machen. welie.com versuchen damit, eine verbreitete Technik der Software-Entwicklung auf das Webdesign anzuwenden.
Was macht einen guten Warenkorb aus? Wie gestaltet man einen Login-Dialog? Was unterscheidet eine einfache Suche von einer erweiterten Suche, und wie stellt man Suchergebnisse dar? Wie gestaltet man ein Portal, eine Firmenhomepage, eine News-Seite?
Selbst für erfahrene Web-Gestalter kann es interessant sein sich über solch grundsätzliche Fragen Gedanken zu machen. Eine gute Internet-Seite zeichnet aus dass ihr Interface schnell begreifbar ist, der Benutzer nicht über die Bedienung der Seite nachdenken muss. Usability-Techniken können dabei helfen, die Informationsdarstellung der Seite zu optimieren; Web Design Patterns bieten darüber hinaus bewährte Herangehensweisen für spezifische, oft verwendete Funktionalitäten auf Internetseiten.
Beschreibungen solcher Patterns gibt es auf welie.com/patterns/, und webdesignpractices.com untersucht die Anwendung solcher Standardpraktiken auf unterschiedlichen Internetseiten bezüglich ihrer Wirksamkeit und Usability.
Ursprünglich kommt die Idee der Design Patterns aus der Architektur (Christopher Alexander: “A Pattern Language: Towns, Buildings, Construction“). 1995 wurde dieses Gestaltungskonzept in den Bereich der Informatik eingeführt, das zugehörige Buch “Design Patterns” ist inzwischen ein Standardwerk der Software-Entwicklung. Es wird sich zeigen ob Web Design Patterns langfristig ähnlich erfolgreich sein werden, die Grundidee find ich schon mal nicht schlecht.
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