The Day After Tomorrow (USA 2004)
Toller Katastrophenfilm von Roland Emmerich. Über die Handlung muss man sicher kaum was berichten, wurde schließlich äußerst intensiv in diversen Medien behandelt: Auf einmal kommt die große Klimakatastrophe, und den wenigen Wissenschaftlern dies vorausahnen glaubt keiner, bis es dann bereits zu spät ist. Dazwischen menschliche Dramen, tragische Tode, einsame Helden und das Zusammenhalten in der Not.
Der Film ist überraschenderweise ein totaler Erfolg. Anders als das ähnlich groß publizierte Trash-Fest Troja ist der Film handwerklich nicht nur äußerst gelungen, sondern geradezu meisterhaft inszeniert. Spannend, mitreißend, bewegend, kaum kitschig. Unterhaltsam. Die eingesetzten Computereffekte passen sich nahtlos in den Film ein; gezeigt werden atemberaubende Szenerien, die Tornado-zernarbte Innenstadt von LA, Wolkenberge, Eislandschaften. Erfreulicherweise hält der Film ein was der Trailer versprochen hat: Eskapistische Szenerie und Bilderekstase.
Eine der Hauptfiguren des Films, einer der ungehörten Propheten, wird gespielt von Dennis Quaid (bei dem ich immer noch an Jerry Lee Lewis denken muss), und ich find den im Film sogar ganz gut. Jake Gyllenhaal spielt seinen Sohn, zweite Hauptrolle, macht eigentlich kaum was anderes als in seinen bisherigen Filmen (Donnie Darko etc), ist aber trotzdem auch super (nach Aussage des Berliner U-Bahn-TV spielt er die Hauptrolle im irgendwann noch zu drehenden neuen Superman-Film).
Äußerst sehenswert. Und, so wird berichtet, sogar empfohlen von Jürgen Trittin.
IMDB: The Day After Tomorrow
Offizielle Homepage: thedayaftertomorrow.com
3 Kommentare
Meinung einer Freundin von mir:
“Ich würde mal sagen, eine Mischung aus ‘In eisige Höhen’ oder ‘Cliffhanger’ und ‘Wolfen’. Weil nämlich, wenn man erst die Freiheitsstatue-hohe Sintflut und das anschließende Einfrieren von New York überlebt hat, muss man, auf der Suche nach Antibiotika (weil, die Angebetete hat sich das Bein gestoßen und eine Blutvergiftung zugezogen) erst mal gegen aus dem Zoo entlaufene Wölfe kämpfen. Auch die klassische Bergsteigerfilmszene Mann-hängt-über-Abgrund-und-schneidet-sich-selbst-los-um-die-anderen-zu-retten fehlt nicht. Eingebettet ist dieser Schmodder in die üblichen Gefühlspossen wie eine fucked-up Vater-Sohn-Beziehung, eine aufopferungsvolle Ärzte-Mutter, die ihren 4-jährigen Leukämie-kranken Patienten nicht verlassen will sowie eine schüchterner-Junge-liebt-Mädchen-traut-sich-aber-nicht-usw.-Geschichte.
Angesichts einer derart schwachen Handlung ist es eigentlich müßig, von Fehlbesetzungen zu sprechen. Aber dann ist da noch Denis Quaid, der Mann mit exakt drei Gesichtsausdrücken: lachend, angespannt und sehr angespannt. Schade um die gute Absicht, die guten Effekte und die tollen Bilder des Films.”
Jetzt weiß ich nicht. Soll ich ihn sehen oder nicht?
[ oriba san am 10.6.2004 um 13:45 | # ]
ich find es ist wenig überraschend in nem emmerich-blockbuster die immergleichen kino-handlungsmuster zu sehen; das ist kein grund den film schlecht zu finden. man geht ja auch nicht in Die Hard um realistische dialoge zu hören. ich glaub du wirst dich großartig unterhalten fühlen.
[ mardön am 10.6.2004 um 18:47 | # ]
Also meiner Meinung nach ist dieser Film super, tolle Besetzung, bahnbrechende Effekte und eine super Story, welche die Urängste des Menschen wiederspiegelt und den Feind des Menschen zeigt, dem niemand entkommen kann, nämlich der Natur
[ Jekkt am 20.2.2005 um 20:09 | # ]
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