Spiderman 2 (USA 2004)

Auf jeden Fall besser als der erste Teil. Warum? Weil nicht die typische Action im Vordergrund steht, sondern Peter Parkers Konflikt um seine zwei Leben. Dieser Konflikt kommt ganz gut zum Ausdruck, nur leider finde ich die Auflösung des Konflikts ziemlich platt (”wir brauchen halt ‘nen Helden!”). Gut ist auch, dass man ein paar Dinge sieht, die man sich schon im ersten Teil gewünscht hätte (ich muss so abstrakt schreiben, um nicht den Film zu versauen).

Es wird deutlich auf den dritten Teil hingelenkt, indem ein paar wichtige Fragen offen gelassen werden. Aber nicht im Sinne von “wir wollen, dass Du auch den dritten Teil siehst, damit wir noch ein bisschen verdienen”, sondern mehr im Sinne von “es ist ohnehin eine Trilogie, wir hatten uns das schon vor Jahren ausgedacht”.

Tobey Maguire ist ok, wenn auch nicht brilliant. Kirsten Dunst wurde ja mehrmals in anderen Reviews runtergemacht, teilweise zurecht. Insbesondere ihr Endmonolog ist so schlecht – ich war mir nicht sicher, ob es nur sie war oder ob das Drehbuch an der Stelle so schlecht war. Es ist nicht so schlimm, weil die Frau ok aussieht und nicht eine allzu große Rolle hat.

Die Effekte sind in Ordnung. Häufig sieht man an Spidermans Bewegungen jedoch, dass er computer-animiert ist. (Dass die das nach all den Jahren Computeranimation nicht besser hinbekommen, wundert mich.)

Physiker und andere, die sich für Kernfusion interessieren, sollten den Film nicht sehen. Die wissenschaftliche Komponente des Films ist totaler Quatsch.

Keine Kommentare, keine Pings.

1 Kommentar

  • ha, habs auch gesehen: leider auf deutsch, stuttgarter kinos sind leider nicht so flexibel.

    die erste halbe stunde fand ich bemerkenswert gut; wie der gebrochene held gezeigt wird, der kampf mit alltagssituationen, beinahe slapstick-haft.

    als dr. oktagon (heißt der so?) nach seinem ersten misslungenen kernfusions-versuch im krankenhaus erwacht und amok läuft war ich zum ersten mal irritiert, aber noch positiv. die gesamte szene sticht stilistisch aus dem film heraus — bildausschnitte, beleuchtung, schnitt und stimmung erinnern an nen horrorfilm, bis hin zur theatralischen übertreibung (ne nurse mit asiatischem gesicht wird über den boden geschleift, ihre finger krallen sich am boden fest und ziehen furchen…!). sehr gut gemacht, aber passt nicht zum rest des films — wirkt wie ne anleihe an irgend einen horror-klassiker den ich halt nicht kenn, wie ne kopie.

    und alles was danach kommt, bis zum schluss, wird immer schlechter, billiger, pathetischer.