Kneipe: Haliflor, Schwedter Str. 26, Mitte
Da das Haliflor genau an der Grenze zwischen Mitte und Prenzlauer Berg liegt, könnte der Titel auch falsch sein. Jedenfalls bin ich an dieser Bar wahrscheinlich 100 Mal vorbeigegangen, ohne dass mir auffiel, dass da eine Bar ist. Denn von außen ist das kaum ersichtlich: der Name steht außen nicht dran und auch die Scheiben sehen eher aus wie Schaufenster ohne jegliche Dekoration.
Meine erste Erinnerung an das Haliflor war ein Abend, an dem wir noch eine Bar in der Nähe suchten und uns dort niederließen. Es war ziemlich verraucht, schon so, dass meine Augen das nicht lange mitmachten – und ich bin eigentlich nicht zimperlich.
In letzter Zeit bin ich oft dort gelandet, jedoch zu einer eher unrauchigen Zeit: zum Frühstück Sonntag morgen. Und dafür würde ich wahrscheinlich auch immer wieder kommen: gut und nicht überteuert. Außerdem gibt es kein Buffet. Bei Buffets zahlt man zu viel und isst zu viel (oder man isst zu wenig für zu viel Geld). Also lieber einen Teller für einen guten Preis.
Der Heiße-Schokolade-mit-Sahne-Index liegt bei EUR 2,30. Also Durchschnitt auf der günstigen Seite. Die Karte bietet alle gängigen Getränke, mir fielen keine nennenswerte Besonderheiten auf. Die Kellner und Kellnerinnen sind normal nett, etwas ruhiger, nicht besonders überschwänglich. Der Koch macht ‘nen netten Eindruck (wenn man ihn zu sehen bekommt).
Wie erwartet ist das Publikum prenzlauer-berg-trendy. Auch die Einrichtung ist (wie die Außenseite) gewohnt schlicht, mit vielen eckigen (nicht überbequemen) Stühlen, die etwas ungeschickt angeordnet sind. So, dass einige Stühle immer unbesetzt bleiben, wenn man sie nicht umständlich aus der Ecke lüpft. Das hört sich alles vielleicht nach Wieder-so-ein-typischer-Laden an, ist jedoch gar nicht so schlimm. Ich habe mich im Haliflor nie unwohl gefühlt (außer damals bei dem Rauch).


1 Kommentar
wieder-so-ein-typischer-Laden?
finde ich nicht. in der anordnung der sitzgelegenheiten findet sich ein offensichtlich gut verborgenes system: sehen und gesehen werden – wie im 103 ganz in der nähe, ist hier nicht, es ist viel zu eng, um die ganze “szene” zu versammeln, und erstaunlicherweise ist die 80er-retro-welle am haliflor vorbeigegangen.
sehr angenehm wird es, wenn die ersten abend-gäste gehen, gegen 12, und die belegschaft von freunden einen topf mit suppe gebracht bekommt, vor dessen verzehr noch rasch eine runde getränke gebracht wird, weil sich die belegschaft ja dann zwanzig minuten dem essen hingeben muss – und da passiert nichts.
nur – allein würde ich dort nicht hingehen, ebensowenig mit mehr als drei begleiterInnen.
[ b* am 27.7.2004 um 17:58 | # ]
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