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	<title>blog.amstertamm.de &#187; Und sonst</title>
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		<title>Deutsche nehmen Emails einfach nicht ernst</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Apr 2007 13:13:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>oriba san</dc:creator>
				<category><![CDATA[Und sonst]]></category>

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		<description><![CDATA[Dass Deutschland sich mitten in der Service-Wüste befindet, ist ja schon lange bekannt. Aber die strikte Weigerung von Firmen, auf Emails zu antworten, geht mir so was auf den Sack. Seit teilweise Wochen warte ich auf Antworten auf Emails von meinem Steuerberater, meinem Stromversorger, meinem Website-Host, meiner Hausverwaltung sowie dem Händler, von dem ich auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dass Deutschland sich mitten in der Service-Wüste befindet, ist ja schon lange bekannt. Aber die strikte Weigerung von Firmen, auf Emails zu antworten, geht mir so was auf den Sack. Seit teilweise Wochen warte ich auf Antworten auf Emails von meinem Steuerberater, meinem Stromversorger, meinem Website-Host, meiner Hausverwaltung sowie dem Händler, von dem ich auf Ebay einen Schrank gekauft habe. Zum Teil habe ich die Email mehrfach geschickt (immer freundlich natürlich), aber auch angerufen, um nachzuhaken. Es ist dann auch nicht unüblich, dass die Sekretärin die Anwesenheit des Sachbearbeiters leugnet (was man daran merkt, dass sie hin und wieder vergisst, den &#8220;Ton unterdrücken&#8221; Knopf zu betätigen). Man bekommt also nur in seltenen Fällen den Verantwortlichen ans Telefon. Und zurückgerufen worden bin noch nie. (Wirklich nicht!)</p>
<p>Teilweise kann man die Firmen mit einem Wechsel zur Konkurrenz bestrafen, aber ich werde zum Beispiel nicht umziehen, weil meine Hausverwaltung schlechte Arbeit leistet. Oft ist ein Wechsel einfach zu aufwändig. Und genau aus diesem Grund können die meisten Dienstleister in diesem Land dann doch überleben. Da ist es doch eine gewisse Genugtuung, dass beispielsweise die Telekom momentan immer mehr Kunden verliert, weil der Service schlecht ist. Weiter so!</p>
<p>In meiner Zeit in Nordamerika habe ich übrigens mit großer Sicherheit Antworten auf meine Emails bekommen. Und das war 1998, als in Deutschland gerade mal fünf Leute eine Email-Adresse hatten, also während der Internet-Steinzeit auf dieser Seite des Atlantiks. Rein rechtlich gesehen ist es sogar so, dass so bald eine Firma eine Email-Adresse angibt, die dorthin gesendeten Emails dieselbe rechtliche Stellung haben wie ein per Post geschickter Brief. Man möchte also öfter mal mit dem Anwalt drohen, aber auch das ist teuer und diplomatisch gesehen nicht immer ratsam.</p>
<p>Ich kann also nur hoffen, dass die Deutschen endlich mal lernen, dass man Emails liest und sie auch beantwortet.</p>
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		<title>Angriff der Klofrauen</title>
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		<pubDate>Mon, 27 Feb 2006 15:53:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>oriba san</dc:creator>
				<category><![CDATA[Und sonst]]></category>

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		<description><![CDATA[In den letzten Monaten muss mir irgendetwas entgangen sein. Ein geheimer Aufruf oder so etwas. Das Urbedürfnis der Menschen lässt sich kaum noch irgendwo ohne Bezahlung befriedigen, zumindest nicht, wenn man sich in der Öffentlichkeit befindet. Es ist üblich geworden, dass vor jeder öffentlichen Toilette nun jemand sitzt und Geld will. Dafür, dass die sanitären [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In den letzten Monaten muss mir irgendetwas entgangen sein. Ein geheimer Aufruf oder so etwas. Das Urbedürfnis der Menschen lässt sich kaum noch irgendwo ohne Bezahlung befriedigen, zumindest nicht, wenn man sich in der Öffentlichkeit befindet. Es ist üblich geworden, dass vor jeder öffentlichen Toilette nun jemand sitzt und Geld will. Dafür, dass die sanitären Anlagen sauber gehalten werden. Prinzipiell muss man erst einmal annehmen, dass das in Ordnung ist, denn man möchte ja saubere Toiletten und derjenige, der sie sauber hält, muss auch von irgendetwas leben. Aber in letzter Zeit sind mir extrem viele Fälle über den Weg gelaufen, die die Vermutung nahe legten, dass es hier mehr um Bereicherung als um Lebensunterhalt geht.<span id="more-97"></span></p>
<p>Zum ersten Mal wurde mir das bewusst, als ich auf einer Kinotoilette eine Klofrau antraf. Man bezahlt schon acht Euro, um einen Film zu sehen, vier Euro für ein bisschen Cola und darf dann dafür zahlen, dass man pinkeln muss. Diese Frauen in weißen Kitteln wissen, wie man Geld verdient. Beim Reingehen wird gegrüßt, so dass man sie nicht ignorieren kann. Legt man dann eventuell 10 Cent oder gar eine nickelfarbene Münze auf den Teller, verschwinden diese gleich in der Tasche: Denn alle anderen zahlen doch nicht unter 50 Cent. Manch eine wird sogar ungemütlich, sollte sich auch nur eine Person rausschleichen, ohne zu zahlen.</p>
<p>Vor ein paar Wochen war ich in einem McDonald’s Restaurant und bestellte mir ein Maxi-Menü. Nachdem Essen, auf dem Weg zur Toilette stellte ich brav mein Tablett in die dafür vorgesehene Ablage. Vor der Toilette saß eine Klofrau, die mich schon hatte kommen sehen. 50 Cent. Auch für Kunden. Egal wieviel man schon bei McDonald’s ausgegeben hatte. Ich verzichtete und ging. Mein letzter Besuch.</p>
<p>Mittlerweile haben auch fast alle Raststätten in Deutschland Klofrauen installiert. Klar, denn nach einer langen Fahrt ist das das erste, was es hinter sich zu bringen gilt. Ein großer Teil der deutschen Raststätten hat nun sogar ein Automatensystem eingeführt: Man zahlt 50 Cent (darunter geht nichts) für die Benutzung der Toilette und bekommt dafür einen Bon, den man in der Raststätte einlösen kann. Klingt erst mal in Ordnung. Nur gibt es für 50 Cent so gut wie gar nichts zu kaufen in einer Raststätte, so dass man gezwungen ist, sogar noch mehr Geld auszugeben. Im Endeffekt neigt man dazu, irgendwelche Dinge zu kaufen, die man sich sonst nicht gekauft hätte. Meiner Meinung nach ist das schlimmer, als freiwillig 10 Cent auf einem Teller zu lassen. Für Frauen gibt es kaum eine Alternative. Männer können hier vielleicht einen Parkplatz aufsuchen. Dann bezahlt die Natur.</p>
<p>Oftmals kann man sich nicht gegen die Situation wehren. Aber ich habe ein Prinzip: Bei Bezahlung auf freiwilliger Basis gebe ich nur Geld, wenn das Klo absolut sauber ist und nicht stinkt (denn das ist schon oftmals nicht der Fall und dafür sollen wir dann trotzdem bezahlen?). Über die anderen Fälle schreibe ich hier und hoffe, dass es gelesen wird. Wir können nichts für die Art und Weise, auf die unser Körper funktioniert. Und wenn man für dieses Urbedürfnis schon zahlen muss, dann würde ich fairerweise verlangen, dass die Preise für Cola im Kino oder an der Raststätte entsprechend gesenkt werden.</p>
<p><img src="http://blog.amstertamm.de/images/klofrau.jpg" alt="Klofrau" /></p>
<p>(von <a href="http://2photo.ru/2007/06/05/kreativnyjj_zhestkach_fotograf_koen_demuynck.html" title="Irgendeine interessante russische Seite">hier</a>)</p>
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		<title>Der Tod der Großstadt</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Jan 2004 14:15:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>oriba san</dc:creator>
				<category><![CDATA[Und sonst]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich hatte irgendwann die Idee, dass nicht nur Lebewesen, sondern auch Gegenstände auch tot sein könnten. Ich meine nicht tot im Sinne von unlebendig, sondern eher verlassen, nicht mehr verwendet oder sinnlos &#8211; Dinge, die ihren Zweck einfach nicht mehr erfüllen und für die sich keiner mehr interessiert. Das ist bestimmt nichts Neues, aber ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich hatte irgendwann die Idee, dass nicht nur Lebewesen, sondern auch Gegenstände auch tot sein könnten. Ich meine nicht <em>tot</em> im Sinne von unlebendig, sondern eher verlassen, nicht mehr verwendet oder sinnlos &#8211; Dinge, die ihren Zweck einfach nicht mehr erfüllen und für die sich keiner mehr interessiert. Das ist bestimmt nichts Neues, aber ich fand es interessant, dass man unter diesem Gesichtspunkt in einer Großstadt unheimlich viel Tod sieht:<br />
<span id="more-66"></span><br />
Tote Plastiktüten, die irgendwo auf dem Boden liegen, zu Tode getretene Bierdosen, die den Weg zu ihrem Begräbnis (der Mülleimer) nicht mehr geschafft haben, zertretene Zigaretten, die ja ohnehin nur für ca. 7 Minuten leben sollen und tote Fahrräder, die irgendwo an einen Pfosten gekettet und einfach verhungert gelassen wurden. Nicht nur das! Spätestens dann, als klar war, dass sie tot waren, wurden ihnen noch alle lebenswichtigen Organe (Reifen, Kette, Licht oder Klingel) geklaut. Diese werden dann entweder auf dem Schwarzmarkt verkauft oder einem anderen Fahrrad eingepflanzt.</p>
<p>Ich fand es manchmal nur traurig, dass es für diese verlassenen toten Fahrräder keinen ordentlichen Bestattungsdienst gibt. Und so finden sich rund um Berlin unzählige tote Fahrräder. Berlin ist damit nicht allein. <a href="http://jschumacher.typepad.com/" target="_blank">Joe Schumacher</a> hat eine kleine Gallerie von <a href="http://jschumacher.typepad.com/photos/abandoned_bikes/" target="_blank">verlassenen Fahrrädern in New York City</a> angelegt.</p>
<blockquote><p><img src="http://jschumacher.typepad.com/photos/abandoned_bikes/3lives_bike.jpg"></p></blockquote>
<p>Es gibt Unmengen davon und manchmal fragt man sich, was die Geschichte dieser verlassenen Fahrräder ist, vor allem wie es zu ihrem Tod kam.</p>
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		<title>&#8220;Ich möchte mir einen Computer kaufen&#8221;</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Oct 2003 10:02:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>oriba san</dc:creator>
				<category><![CDATA[Und sonst]]></category>

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		<description><![CDATA[Als studierter Informatiker werde ich immer wieder gefragt: &#8220;Kannst Du mir sagen, wo ich einen guten Computer kaufen kann?&#8221; Hier ist die offizielle Liste von Dingen, die man während eines Informatikstudiums an einer deutschen (und kanadischen) Universität nicht lernt:

wo es die billigsten Computer zu kaufen gibt
wie man eine neue Grafikkarte einbaut
wie man Windows repariert, wenn [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als studierter Informatiker werde ich immer wieder gefragt: &#8220;Kannst Du mir sagen, wo ich einen guten Computer kaufen kann?&#8221; Hier ist die offizielle Liste von Dingen, die man während eines Informatikstudiums an einer deutschen (und kanadischen) Universität <em>nicht</em> lernt:</p>
<ul>
<li>wo es die billigsten Computer zu kaufen gibt</li>
<li>wie man eine neue Grafikkarte einbaut</li>
<li>wie man Windows repariert, wenn es abgestürzt ist und nicht mehr hochfährt</li>
<li>wie man DotCom-Millionär wird</li>
</ul>
<p>Hey, manche Studenten kommen sogar durch, ohne jemals in einer anständigen Programmiersprache programmiert zu haben. Trotz allem: wer diesen Blog-Eintrag weiterliest, wird erfahren, wo es zur Zeit einen guten, billigen Computer gibt. Und was man wirklich beim Informatikstudium lernt&#8230;<br />
<span id="more-37"></span><br />
Also den Computer gibt&#8217;s bei <a href="http://www.plus.de">Plus</a>:</p>
<p><center><img src="http://shop.plus.de/intershoproot/eCS/Store/de/cms/kacheln/VolksPC_40_03.jpg"></center></p>
<p>Laut <a href="http://www.heise.de/ct">c&#8217;t</a> und <a href="http://www.radioeins.de">Radio Eins</a> ist das ein guter Rechner (gute Leistung, sehr leise) und ein guter Preis (man spart ca. EUR 100-150).</p>
<p>Ok, was lernt man an der Uni? Wie man Software entwickelt. Also:</p>
<ul>
<li>wie Software-Entwicklungs-Projekte organisiert werden</li>
<li>was für Arten von Programmiersprachen es gibt und wo man sie einsetzt</li>
<li>was ein Computer eigentlich kann und was nicht</li>
<li>viel Mathematik</li>
<li>wie man Daten organisieren muss, um in kürzester Zeit eine Information zu finden</li>
<li>wie ein Mikroprozessor aufgebaut ist</li>
<li>&#8230;</li>
</ul>
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