Kategorie 'Internet'

Übertriebene Sicherheit

Ich habe für meinen Sohn bei der ING DiBa eingerichtet, denn seine Großeltern wollen monatlich per Sparplan in einen Fonds einzahlen. Und so lief es ab:

  • Alle Formulare ausfüllen
  • Zur Post gehen, einen Ident-Antrag stellen
  • Alles einschicken, warten
  • Es kam jede Menge Post, aber keine Informationen zum Online-Banking.
  • Ein paar Wochen später kam ein Brief, man könne sich doch auch zum Online-Banking anmelden. Gesagt, getan.
  • Online-Infos, PIN und iTan-Liste kamen irgendwann an.
  • Online eingeloggt.
  • PIN muss geändert werden. Dazu iTan eingeben.
  • DiBa-Key (was ist das denn?) muss geändert werden, geht nur per Maus, nicht per Tastatur. Dazu iTan eingeben.
  • DiBa-Key darf nicht gleich dem PIN sein. Nochmal versuchen. Dazu neue iTan eingeben.
  • Endlich online.
  • Kein Kauf von Wertpapieren möglich. Ich soll anrufen.
  • Ich rufe an.
  • Bitte Kontonummer eingeben.
  • Nein, nicht die Depotnummer. Die Kontonummer.
  • Ordner mit Unterlagen rausgeholt, gesucht, Kontonummer eingegeben.
  • Nun Telefonbanking-PIN eingeben.
  • Ich will direkt zum Kundenservice. Das ist die “7″.
  • Alles erklärt. Sind nicht zuständig. Ich werde an die Depot-Abteilung weitervermittelt.
  • Die Frau erklärt, dass man fürs Internet-Banking PIN und DiBa-Key braucht. Zur besseren Sicherheit (ich fühle mich mit einem PIN und der iTAN-Liste auch sicher genug). Da das Konto für einen Minderjährigen ist, kann ich online aber nichts tun. Als ob mein 11 Monate alter Sohn die PIN, den DiBa-Key und iTAN-Liste findet und kurzerhand online in Hedgefonds investiert…
  • Ich nenne ihr meine Order. Ein einfacher Sparplan. Ein gängiger Fonds.
  • Ich habe aber angeblich nicht genügend Erfahrung für eine solche Order. (So ein Quatsch.)
  • Ich darf es trotzdem.

Ich glaube, das war mein letztes Depot bei der ING DiBa.

Auf dem Web Montag in Berlin

Um mir einen Überblick über die Start-up Szene von Berlin zu verschaffen, habe ich gestern zum ersten Mal einem Branchentreffen beigewohnt: dem Web Montag. In ungezwungener Atmosphäre traf man sich hier zum plaudern, diskutieren und präsentieren. Präsentiert wurden zwei Projekte, keiala und Vizeo. Nicht die originellsten der Ideen, aber dennoch interessant zu sehen, wer hinter und wieviel Arbeit in solchen Projekten steckt. Darüber hinaus wurde kurz das Programm der re:publica vorgestellt.

Für mich war in erste Linie interessant, was für Leute Start-ups gründen und was für Leute auf solche Treffen gehen (das ist nicht dieselbe Menge). Unter den Gründern waren viele Leute, die man aus dem Informatikstudium kennt. Meistens aber, und das ist wohl schwer zu erraten, nicht diejenigen Informatiker, die man doch immer bei Siemens oder T-Systems enden gesehen hat, sondern eher die Mutigen unter ihnen. Die beiden Präsentatoren waren Macher. Junge, mittellanghaarige Typen in Kapuzenpullis, die Ideen nicht lange diskutieren, sondern schnell loslegen. Im Publikum saßen weitere Gründer, etwa der ruhigere Typ, der mit einer Erbschaft als Fallnetz Vollzeit an seinem Webprojekt arbeitet. Aber auch Gründer ohne Informatikhintergrund waren anwesend. Teils bereits mit Wagniskapital, teils noch auf der Suche. Interessant fand ich, dass die meisten ihr Start-up alleine verkörpern. Manch einer hat wohl mit einem Team angefangen. Oftmals haben sich die vermeintlichen Partner jedoch frühzeitig aus dem Projekt verabschiedet. Das größte Problem für ein junges Start-up scheint zu sein, die richtigen Leute zu gewinnen. Man konkurriert nicht wie im Silicon Valley mit 1.000 anderen Start-ups oder mit Google, sondern mit der deutschen Einstellung zum Beruf, deren Beschreibung für die meisten Menschen eher selten die Worte “Risikofreudigkeit” und “Unternehmertum” enthält.

Als störend empfand ich jedoch einige Leute im Publikum, die auf eine ziemlich arrogante Art meinten die Präsentatoren und ihr Projekt runtermachen zu müssen. Da fielen dann mitunter so Sprüche wie “Die letzte Reihe fragt sich gerade, was für ein Ziel Du verfolgst. Beschreib das mal. Und bitte in nicht mehr als fünf Sätzen!” oder “Wir haben jetzt die ganze Zeit getwittert und fragen uns, wo bei deiner Website der Mehrwert steckt.” (Ja, tatsächlich saßen im Publikum mehrere Zuhörer, die permanent auf ihren Laptop starrend online kommentiert oder wohl auch gelästert haben.) Da bin ich aus Nordamerika doch eine positivere Einstellung gewöhnt, bei der Fragen konstruktiv gestellt werden. Einigen potentiellen zukünftigen Präsentatoren dürfte dabei gestern wohl die Lust vergangen sein.

Dennoch, interessant war der Web Montag allemal. Ich habe mich letztendlich mit netten Gründern unterhalten und sicher auch die eine oder andere Sache gelernt.

Ihr Gewinn: Eine Email-Adresse!

Habe auf einer Mineralwasser-Flasche der Marke “Spreequell” folgenden Text entdeckt (Hervorhebungen von mir):

Spreequell Gewinnspiel

Also nochmal im Klartext: Zu gewinnen gibt’s einen von 10 Vaio Laptops. Ok. Und wer nicht so viel Glück hat, kann eine Email-Adresse gewinnen! Da der Betreiber in seinem Lager nur 1.000 Email-Adresse vorrätig hat, sind diese Adressen extrem wertvoll! Und das Beste an der Sache: Ein Jahr lang ist die Email-Adresse auch noch kostenlos! Danach also entweder zahlen (für den “Profi-Zugang” EUR 5,90 pro Monat) oder allen Freunden mitteilen, dass die Email-Adresse nun zu Ende ist. Der Zugang bietet Platz für 1GB Emails.

Bei Google, Hotmail, Yahoo! und etlichen anderen Anbietern bekomme ich teilweise bis zu 4GB gratis, jederzeit, so viele ich möchte,
so lange ich möchte. Und das ohne auch nur einmal eine persönliche Information angeben zu müssen. Aber ich verstehe: Da steckt nicht das Wort “Berlin” in der Domain, und das macht schon was her. Was auch super ist: berlin.de ist die offizielle Website der Landesregierung Berlin. Da liegen meine privaten Emails also gleich schon bei der Regierung. Vielleicht erspart mir das den Bundestrojaner.

ps. Die Adresse “mein.Name@berlin.de” scheint tatsächlich noch frei zu sein. Was passiert mit den Gewinnen, wenn ich die jetzt schon registriere…?

Weg mit “Next”, wir wollen den ganzen Text!

Ich plädiere für eine Abschaffung von “Next” Buttons bzw. Links. Es gibt für mich keinen erkennbaren Grund, warum man einen Online-Artikel auf mehrere Seiten verteilen muss. Eine Zeit lang war das Argument, dass man zu lange Ladezeiten hätte. Das ist völlig absurd. Jedes Bild auf einer Website ist über 100 Mal so groß wie der Text der Website. Das zweite Argument war, dass die Benutzer nicht gerne scrollen. Das gilt auch schon seit Jahren als veraltet. Es ist ausreichend beobachtet worden, dass Benutzer kein Problem mit Scrollen mehr haben. Das Warten darauf, dass der nächste Abschnitt eines Textes geladen wird, ist da deutlich unangenehmer. Man kann auch auf Seiten wie Digg sehen, dass in den Kommentaren oft zu einer One-Page Variante gelinkt wird, viele Benutzer diese Variante bevorzugen.

Der Höhepunkt jedoch sind die Bildergallerien wie z.B. auf Spiegel Online und Sueddeutsche.de. Da muss man auf jedes Bild mehrere Sekunden warten. Die meisten von uns haben inzwischen einen Breitbandanschluss. Warum dann nicht alle Bilder auf eine Seite?

Neulich mit Alice…

Zitat mardön: “mein festnetz-telefon ist echt nur noch spam-empfänger.” Hier ein Erlebnis von letzter Woche:

Telefon klingelt. Ich gehe ran. Keine Antwort. Auflegen.

2min später. Telefon klingelt. Ich gehe ran.

Frauenstimme: “Guten Tag, spreche ich mit Herrn [...]?”

Ich (ahnend): “Ja. Mit wem spreche ich?”

Sie: “Mein Name ist [...], Kundenservice von Alice. Wir wollten sie darüber informieren, dass Sie in ihrer Straße nun DSL bekommen können. Haben Sie denn schon DSL?”

Ich: “Ja. Und zwar bei Ihnen. Das sollten Sie eigentlich wissen.”

Sie: “Oh… Na, dann gut, dass Sie es mir gesagt haben.”

Liebe Alice, so geht das:

select * from spammer_liste where spamempfänger not in (select kunde from eigene_kundendatenbank)

AT-Statistiken II

hab mir vor dem schlafengehen nochmal das perl-buch rausgesucht und kurz ne weitere statistische analyse der amstertamm-postings gemacht. schließlich hab ich bei kaputtem laptop grade wenig möglichkeiten die zeit anders zu verbringen, visual studio läuft nich unter linux… also hiermit teil zwei: wortwahl.
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Statistiken der Amstertamm Posts

Seit über 4 Jahren wird auf amstertamm.de schon kräftig gepostet. Hier sind zwei Histogramme der Top Poster:
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Web Design Patterns

Web Design Patterns sind Standardlösungen für regelmäßig auftretende Problemstellungen bei der Gestaltung von Internetseiten. Anders als das “Design” im Namen vielleicht vermuten lässt geht es dabei primär um Fragen der Usability. Ziel: schneller zu schlüssigen Seitenkonzepten zu kommen, ohne Probiererei und ohne ständig die gleichen Fehler zu machen. welie.com versuchen damit, eine verbreitete Technik der Software-Entwicklung auf das Webdesign anzuwenden.
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Comics online

Ein Slashdot-Artikel veranlasste mich kürzlich eine halbe Nacht lang das Netz nach Comic-Bezogenem zu durchsuchen, ausgehend von Scott McClouds umfangreicher Homepage, scottmccloud.com. Web Comics, Eingescanntes, Fanseiten, Sekundärliteratur. Kleiner Auszug hier.
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Mozilla Firebird Browser

firebird_small.gifIn einem Jahr Entwicklungszeit hat der plattformübergreifende Mozilla Firebird Browser inzwischen einen beachtlichen Reifegrad erreicht. Trotz niedriger Versionsnummer 0.6.1 ist alles zum zeitgenössischen Internet-Surfen drin, und das allermeiste funktioniert auch schon so wie es soll. Mozilla Firebird verwendet die Gecko-Engine des Mozilla-Browsers um Dokumente anzuzeigen; die Benutzeroberfläche wurde vereinfacht und aufgeräumt. Wenn man die beiden Mozilla-Browser vergleicht ist Firebird inzwischen eindeutig die attraktivere Alternative. Nur Browser, schlank, schnell und erweiterbar. Für alle die keine Lust auf den Microsoft Internet Explorer haben lohnt sich ein Blick auf meinen aktuellen Lieblingsbrowser.
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