Kategorie 'Film, TV'

Identity (2003)

(”Identität” auf Deutsch.) Ziemlich unterhaltsamer Horror-Film. Und auch über die Geschichte wurde nachgedacht. Eine Gruppe von Leuten trifft sich mehr oder weniger zufällig bzw. zwangsweise (wegen schlechtem Wetter) in einem Motel. Nach und nach werden sie umgebracht. Man denkt, man weiß, wer der Mörder ist, aber dann passt es doch wieder nicht zusammen. Und letztendlich geht es um einen Inhaftierten in der Todeszelle, der eine gespaltene Persönlichkeit hat.
Mehr…

Curb Your Enthusiasm

Hab vor einiger Zeit ein Paar Folgen von Larry Davids Reality-Sitcom “Curb Your Enthusiasm” gesehen. Scheint in den Staaten ziemlich erfolgreich zu sein, wurde als revolutionäre neue Art der Fernsehunterhaltung gepriesen. Szenen aus Larrys Leben, halb improvisiert, mit einer Menge Gaststars und sicherlich keinem allzu hohen Budget. (Larry David ist zusammen mit Jerry Seinfeld Erschaffer der Sitcom “Seinfeld“.)
Mehr…

South Park – Bigger, Longer & Uncut (1999)

Habe eigentlich nie eine South Park Folge in voller Länge gesehen. Als ich in Kanada war, kamen die auch erst um Mitternacht (wegen den armen Kindern), und da schlafe ich doch schon! Ich habe den Film jetzt auf DVD bekommen: Ist der Hammer!
Mehr…

Swimming Pool (2003)

Swimming Pool wurde ja durchweg gelobt in der Presse. Ich bin nicht sicher, ob ich die Meinung dieser Leute teile.
Mehr…

Battle Royale (JP 2000)

“It looked like someone was there all night. Found a tampon in the toilet.”

Die japanischen Kids der Jahrtausendwende sind desillusioniert von einer kaputten Gesellschaft die von ihnen Disziplin und Arbeitsbereitschaft abverlangt ohne die Aussicht auf eine sichere Zukunft bieten zu können. Statt sich einzugliedern fangen sie an aus der Gesellschaft auszusteigen, die Schulen zu boykottieren. Die Erwachsenenwelt hat ihre Kinder nicht mehr im Griff, ist überfordert und eingeschüchtert, schlägt schließlich mit Militärgewalt zurück: ausgewählte Schüler werden auf einer Klassenfahrt entführt und müssen mit Waffen ausgestattet in einem öffentlich übertragenen dreitägigen “Battle Royale” auf einsamer Insel im Kampf gegeneinander antreten um so den Wert harter Arbeit und der Moral wiederzuentdecken. Dem letzten Überlebenden wird die Freiheit versprochen.
Mehr…

One, Two, Three (USA 1961)

“Comedy about Coca-Cola’s man in West Berlin, who may be fired if he can’t keep his American boss’s daughter out of trouble.”

Rasante Komödie von Billy Wilder, deutsche und amerikanische Schauspieler. Berlin kurz vor der Schließung der Grenze, Zusammenstoß amerikanischer und deutscher Kulturen, dazu noch Bürokratie, Altlasten aus dem Krieg und zeitgemäße Ost/West-Politpropaganda. Jede Seite bekommt ihr Fett weg, niemand wird zu lange ernst genommen. Dauert eine Weile bis es losgeht, dann aber richtig. Die letzte halbe Stunde ist unglaublich gut, temporeich und kaum zu toppen. Toller Unterhaltungsfilm, lebt durch seine Dialoge und Situationskomik.

Leider war die Originalversion nirgends auffindbar, weswegen man nicht das Vergnügen hatte die junge Lilo Pulver englisch sprechen zu hören. Schön auch die Bilder vom alten West- und Ostberlin, Gedächtniskirche, Unter den Linden, das damalige Ödland hinterm Brandenburger Tor. Für jeden was geboten.

IMDB: One, Two, Three
Google Suche: Billy Wilder One, Two, Three

XX/XY (USA 2003)

“Three friends begin a dangerous three-way relationship that spirals out of control, leading to dire consequences that haunt them ten years later.” Fängt an im College in den Neunzigern, endet nach einem Zeitsprung in der Gegenwart. Strenggenommen besitzt der Film keine Handlung, vielmehr ein Thema — die Geschlechter, Beziehungen, Sex, Mann und Frau. Mit dem tollen Mark Ruffalo.
Mehr…

Try Seventeen (USA 2002)

“The story of a young man who enters college only to discover that he can learn more about life and love from his neighbors in the apartment building where he lives.”

Mit Elijah Wood, Franka Potente, etc.

Grauenhaft. Harmlose unoriginelle Komödie, hoffnungslos albern. Mischung aus “Feelgood”- und Weirdo-Film, aber misslungen. Für Menschen (Jungs) die sich insgeheim wünschen dass ihnen alles zufliegt. Total chaotische und unmotivierte Wechsel, uninteressante Schauspieler, grauenhafte Dialoge, Stilmitteleinsatz der nicht mal mehr als klischeehaft bezeichnet werden kann. Die guten Seiten? Hm, besser als zwei Stunden auf eine Wand starren. Ach ja, Scheißmusik. Vermutlich Franka Potentes bisher schlechtester Film. Über Herrn Woods Portfolio hab ich keine Übersicht, aber ich vermute mal bei ihm ist eh nicht viel mehr drin als aus Knopfaugen diesen leicht überforderten Blick zu sporten der seine Szenen in LOTR so prägt.

Wer finanziert sowas?

IMDB: Try Seventeen
Google Suche: Try Seventeen

Equilibrium (2002)

Mit Christian Bale. Der Anfang besteht einzig aus Klischees des dystopischen Films: Naziuniformen, systematische militärische Verfolgung Nichtangepasster, Spaltung in Ober- und Untermenschen, graue Aufnahmen von Menschenmassen, Massenkundgebungen, eine Droge zur Unterdrückung menschlicher Impulse, hierarchische Machtstrukturen, Einteilung der Welt in bezifferte Zonen, das Aufbäumen der Verfolgten, Effektivität als moralisches Leitbild, technisierte Sprache.

Anleihen bei 1984, Fahrenheit 451, Brave New World. Religiöser Charakter des vereinheitlichten Systems, Einheit von Moral, Gesetz, Religion. Verdichtung christlich-religiöser Symbolik bis hin zur Hexenverbrennung.

Letztendlich wird der Film von zwei Dingen getragen: Christian Bale und derben, pointierten Kampfmoves. Nett.

IMDB: Equilibrium
Google Suche: Equilibrium

Trouble Every Day (2001)

Unglaublicher Film. Fragmentarische Szenen, wechselnde Handlungsstränge, eine Vielzahl an Andeutungen die sich am Ende beinahe zu einer vollständigen Geschichte verdichten. Stellenweise unglaublich gewalttätig, Verbindung aus Sexualität und Gewalt. Kaum Dialog, erzählt wird durch Emotion, Blicke, Symbole, Bilder statt durch das Gespräch.
Mehr…