Die Belästigung durch Straßenmusiker insbesondere in Berlin Mitte bzw. Prenzlauer Berg hat in den zwei Jahren extrem zugenommen. Ich nehme hier ohne Scheu das Wort “Belästigung” in den Mund, weil es wirklich rein gar nichts mehr mit Unterhaltung zu tun hat. Heute saß ich eine dreiviertel Stunde in einem Restaurant und musste mir währenddessen sage und schreibe vier Mal “Bésame Mucho” auf dem Akkordeon anhören. (Wahrscheinlich eher 12 Mal, da das Stück ja vor jedem Restaurant in der Umgebung wiederholt wurde.) Und kein einziger der spielenden Osteuropäer konnte das Stück auch nur ansatzweise richtig spielen. Weder die Akkorde (meistens wurde nur ein einziger, zufällig ausgewählter Akkord dazugedrückt) noch die Melodie. Und das, obwohl diese Typen dasselbe Stück doch den ganzen Tag zum Besten geben.
Als ich vor sechseinhalb Jahren hier ankam, gab es auch Straßenmusiker, aber die Vielfalt war weitaus größer. Auf den Straßen spielten Gitarristen, in der U-Bahn sangen Afroamerikaner, in den Parks spielten zum Teil richtig gute Bands oder Alleinunterhalter. Die Qualität ließ damals auch oft zu wünschen übrig, aber die Vielfalt machte das wieder wett. Der Großteil dieser Musiker sind verschwunden. Ich habe daraufhin vor kurzem einen dieser “alten Garde” befragt. Er sagte, es sei als Gitarrist inzwischen unmöglich irgendwo zu spielen, weil diese osteuropäischen Familien so viel Lärm mit ihrer Musik machen, dass es keinen Sinn mehr macht für ihn. Traurig.
Ein paar Mal habe ich es erlebt, dass ein Barbesitzer diese Gruppen verscheucht hat. Für die Kunden war er jedes Mal der Held des Tages. Die Leute waren so dankbar wie ich es selten gesehen habe. Also bin ich nicht der einzige, dem das auf die Nerven geht. Also dachte ich mir bisher, dass Angebot und Nachfrage das Problem von selbst lösen würde. Wenn niemand Geld gäbe, würden sie schon verschwinden. Leider gibt es immer mindestens einen, sagen wir, bayerischen Touristen, der zwei Euro in den Becher wirft, weil er die Musik so toll findet oder weil er einfach das Geld hat. Auch im Restaurant heute setzte sich kurz vor dem vierten Akkordeonisten ein neuer Gast zu uns. Und genau der gab dann das Geld. Also wird uns “Bésame Mucho” die nächsten Jahre nicht erspart bleiben… Mal ganz abgesehen von Obdachlosenzeitungsverkäufern, Zeitungsabonnementwerbern, Rosenverkäufern und sonstigen Bettlern, von denen ich hier gar nicht anfangen will. Da bin ich ja sowieso schon ganz schön abgestumpft.
Update (29.7.2007): Bei den meisten Musikern handelt es sich offenbar um Rumänen. Und auch die Empfehlung des Experten ist: Nichts geben.
[ oriba san am 25.5.2007 um 20:48 | # | Kommentieren ]
MySpace fördert ja inzwischen auch in Deutschland alles zu Tage, was irgendwie ein Instrument spielen kann. Da sich aber jede Band bewusst ist, dass die Musik alleine nicht ausreicht, sondern man auch zumindest gute Bandfotos haben muss (denn jeder Veranstalter verlangt diese), finden dann natürlich entsprechend Shootings statt. Von den Bands, die mir auf MySpace über den Weg laufen, könnte ich 10 Jahre lang jeden Tag ein bescheuertes Foto veröffentlichen. Daher beschränke ich mich auf eine kleine Auswahl eines bestimmten Typs: das Sprungbild. Man hört den Star-Fotografen förmlich sagen: “Hmm, was machen wir jetzt? Ach, springt doch einfach mal und ich knipse dann, wenn ihr in der Luft seid!” Geniale Idee! Wie toll das aussieht, seht Ihr hier:












[ oriba san am 6.4.2007 um 20:46 | # | Kommentieren ]
Diese Schilder sprechen für sich:

“Naturheilpraxis
Gerda Killer
Heilpraktikerin”
(Berlin Prenzlauer Berg, Schwedter Straße)

“ANGEBOT:
Alle BeleGte
BaGet 1,-30.
KÖRNER
Crossont
BeleGte
1,-50 cent”
(Berlin Kreuzberg, Körtestraße)

“Bier to go
frisches
BERLINER
0,4l Becher
1,50€”
(Berlin Mitte, Choriner Straße)

Eher smart als absurd
(Berlin Mitte, Alte Schönhauser Straße)
[ oriba san am 24.3.2007 um 21:44 | # | Kommentieren ]
Ich habe irgendwann angefangen, Bilder von all diesen hässlichen Schaufensterpuppen zu machen, die vor allem in dieser Stadt, aber auch in einigen anderen Städten der Welt zu finden sind. Hier ein Auszug:

Berlin, Stargarder Str.
Die hässlichste von allen.

Berlin, Flughafen Tegel (inzwischen nicht mehr dort)
Im Aschenbecher war tatsächlich eine alte Kippe und Asche.

Berlin, Bismarckstraße / Schlossstraße, ein Frisörladen

Berlin, Kastanienallee / Schwedter Straße, ein Brillenladen, zur Fußball-WM 2006
Kind auf LSD

Delhi, Indien
“Bringt uns zu eurem Anführer!”

Istanbul, Türkei
“Haarausfall mit 5 Jahren. Wir können helfen!”

Istanbul, Türkei
[ oriba san am um 21:22 | # | Kommentieren ]
Habe meine Begeisterung für Panorama-Bilder entdeckt. Mein erstes ist aus Laem Son, Thailand. Laem Son ist eine Gegend auf der Insel Ko Pha Ngan, die neben Ko Samui liegt. Ko Samui ist eine bekannte (touristische) Insel im Südosten Thailands. Die Aufnahme entstand Anfang Mai 2004, früher Nachmittag. Es war brennend heiß (ca. 35°C).

Ko Pha Ngan, Thailand (8442×1024 Pixel, 486 KBytes) – QuickTime VR Version (523 KBytes)
Mehr…
[ oriba san am 19.5.2004 um 13:22 | # | 8 Kommentare ]
Alda, was für ein Ausblick. Und erst der Anblick. Und die Wolken. Wie gemalt. Was für ein Augenblick.
Für euch. Von mir.
View this heavenly image, man
[ maggo am 24.10.2003 um 02:15 | # | 3 Kommentare ]
[ mardön am 2.10.2003 um 18:53 | # | Kommentieren ]
Noch mehr… naja Sie wissen schon. Das nächste Mal sind auch Menschen zu sehen, versprochen.
Mehr…
[ mardön am 22.9.2003 um 18:24 | # | 2 Kommentare ]
Noch mehr nicht-Gegenständliches mit der Digicam.
Mehr…
[ mardön am 18.9.2003 um 18:02 | # | 2 Kommentare ]
Mehr nicht-Gegenständliches mit der Digicam.
Mehr…
[ mardön am 11.9.2003 um 03:13 | # | Kommentieren ]