Monatsarchiv für Juli, 2008

Übertriebene Sicherheit

Ich habe für meinen Sohn bei der ING DiBa eingerichtet, denn seine Großeltern wollen monatlich per Sparplan in einen Fonds einzahlen. Und so lief es ab:

  • Alle Formulare ausfüllen
  • Zur Post gehen, einen Ident-Antrag stellen
  • Alles einschicken, warten
  • Es kam jede Menge Post, aber keine Informationen zum Online-Banking.
  • Ein paar Wochen später kam ein Brief, man könne sich doch auch zum Online-Banking anmelden. Gesagt, getan.
  • Online-Infos, PIN und iTan-Liste kamen irgendwann an.
  • Online eingeloggt.
  • PIN muss geändert werden. Dazu iTan eingeben.
  • DiBa-Key (was ist das denn?) muss geändert werden, geht nur per Maus, nicht per Tastatur. Dazu iTan eingeben.
  • DiBa-Key darf nicht gleich dem PIN sein. Nochmal versuchen. Dazu neue iTan eingeben.
  • Endlich online.
  • Kein Kauf von Wertpapieren möglich. Ich soll anrufen.
  • Ich rufe an.
  • Bitte Kontonummer eingeben.
  • Nein, nicht die Depotnummer. Die Kontonummer.
  • Ordner mit Unterlagen rausgeholt, gesucht, Kontonummer eingegeben.
  • Nun Telefonbanking-PIN eingeben.
  • Ich will direkt zum Kundenservice. Das ist die “7″.
  • Alles erklärt. Sind nicht zuständig. Ich werde an die Depot-Abteilung weitervermittelt.
  • Die Frau erklärt, dass man fürs Internet-Banking PIN und DiBa-Key braucht. Zur besseren Sicherheit (ich fühle mich mit einem PIN und der iTAN-Liste auch sicher genug). Da das Konto für einen Minderjährigen ist, kann ich online aber nichts tun. Als ob mein 11 Monate alter Sohn die PIN, den DiBa-Key und iTAN-Liste findet und kurzerhand online in Hedgefonds investiert…
  • Ich nenne ihr meine Order. Ein einfacher Sparplan. Ein gängiger Fonds.
  • Ich habe aber angeblich nicht genügend Erfahrung für eine solche Order. (So ein Quatsch.)
  • Ich darf es trotzdem.

Ich glaube, das war mein letztes Depot bei der ING DiBa.