Monatsarchiv für Juni, 2007

Weg mit “Next”, wir wollen den ganzen Text!

Ich plädiere für eine Abschaffung von “Next” Buttons bzw. Links. Es gibt für mich keinen erkennbaren Grund, warum man einen Online-Artikel auf mehrere Seiten verteilen muss. Eine Zeit lang war das Argument, dass man zu lange Ladezeiten hätte. Das ist völlig absurd. Jedes Bild auf einer Website ist über 100 Mal so groß wie der Text der Website. Das zweite Argument war, dass die Benutzer nicht gerne scrollen. Das gilt auch schon seit Jahren als veraltet. Es ist ausreichend beobachtet worden, dass Benutzer kein Problem mit Scrollen mehr haben. Das Warten darauf, dass der nächste Abschnitt eines Textes geladen wird, ist da deutlich unangenehmer. Man kann auch auf Seiten wie Digg sehen, dass in den Kommentaren oft zu einer One-Page Variante gelinkt wird, viele Benutzer diese Variante bevorzugen.

Der Höhepunkt jedoch sind die Bildergallerien wie z.B. auf Spiegel Online und Sueddeutsche.de. Da muss man auf jedes Bild mehrere Sekunden warten. Die meisten von uns haben inzwischen einen Breitbandanschluss. Warum dann nicht alle Bilder auf eine Seite?

Die G-8 Absurdität

Es wurde schon so viel über G-8 geschrieben, aber irgendwie mehr über Demonstranten und Zäune und wenig über Inhalte. Und das, was geschrieben wurde, verwirrt mich vollends. Überhaupt sind die Interessen und der Sinn der Absichten doch gar nicht klar. Also zusammengefasst:

Die Regierenden der G-8 Staaten wollen Afrika helfen und beschließen Hilfe-Pakete in Millarden-Höhe.

Den sogenannten “Experten”, vorwiegend Hilfswerke, Bob Geldof und Bono, ist das zu wenig beziehungsweise sie kritisieren, dass nur beschlossen wurde, was bereits vorher beschlossen wurde.

Keiner fragt Afrika selbst. Die dortigen Experten sagen nämlich, dass diese Gelder Afrika kaputt machen und nur ein Stop solcher “Hilfeleistungen” Afrika helfen könne.

Dennoch gibt es afrikanische Länder, die nach Geld fragen. Das seien aber nur die Politiker, die dieses Geld bunkern oder anderweitig verwenden. Die Bewohner hätten da wenig bis nichts davon. Im Gegenteil, Afrika wird zum Bettler, anstatt sich selbst aus der Patsche zu helfen.

Mal abgesehen von den Demonstranten, von denen man überhaupt nicht weiß, was sie wollen. Vielleicht Anarchie oder sowas.

Also wie müsste das Weltbild denn richtig sein? So wie ich das verstehe, müsste man tatsächlich die monetären Hilfen an Afrika stark einschränken und ihnen stattdessen den Handel erlauben (Einfuhrzölle reduzieren usw.). Das würde aber die Existenz diverser Berufsgruppen in Deutschland gefährden. Und das kommt wieder auf die Politiker zurück, die Wählerstimmen verlieren würden. Also hält man z.B. die deutschen Bauern künstlich am Leben und schickt stattdessen ein paar Millarden Euro nach Afrika, mit denen sich korrupte Politiker große Schlösser bauen und die wiederum in die Pharma-Industrie fließen (AIDS-Hilfe).

Und weil man wahrscheinlich weiß, dass das Nonsense ist, versucht man diese Gelder tatsächlich zu reduzieren und beschließt Hilfepakete, die bereits beschlossen wurden.

Am Ende macht sich Bono zum Affen.

Oder wie sehe ich das?