Monatsarchiv für Oktober, 2003

Jam-Session: Mosquito, Danziger Str. 101, Prenzlauer Berg

[Mittwochs] (Update vom 15.10.: Dienstags) ist in der Mosquito Bar eine Jam-Session. Ich gehe meistens zu Jam-Sessions, wenn ich auf der Suche nach Musikern bin und um zu sehen, was in der “Szene” so passiert. Die Jam-Session in der Mosquito Bar war zwar besser als viele andere in Berlin, aber trotzdem noch Panne.
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Liquid Visions live

Ein Ausflug in die 70er: Langhaarige, vollbartige, gras-rauchende Männer und eine Frau standen gestern Abend im Duncker (Dunckerstr. 64, Prenzlauer Berg) auf der Bühne und versetzten uns zurück in eine Zeit, in der kaum einer von uns gelebt hat. Und dennoch: wenn man sich das Publikum anschaute, dachte man, es hat sich nichts verändert. Auch nicht an der Musik: Experimentierfreudigkeit mit Sounds (natürlich auf eine ganz andere Art als bei Typen wie Jamie Lidell), lange, sich steigernde Solos und eine Hammond-Orgel. Trotzdem spannend, erinnerte mich irgendwie an die The Doors Rennaissance, als wir 18 waren.
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Jamie Lidell live

Gestern Nacht, am 8.10. 2003, war Jamie Lidell live im Berliner Club Kinzo, und es war die Bombe. Ein Konzertbericht mit Fotos.

Jamie Lidell ist vor allem bekannt durch seine Zusammenarbeit mit Christian Vogel unter dem Namen Super_Collider, hat aber auch selbst schon einige interessante Veröffentlichungen nebst Soloalbum. Er singt, mit charismatischer Stimme, soulig, schmutzig bis ekstatisch, sagenhaft. Hörenswert sein Auftritt auf Matthew Herberts “Goodbye Swingtime” (unter Anderem auf dem besten Stück des Albums, “Everything’s Changed”). Zur Zeit arbeitet er an einem neuen Album und war zu diesem Anlass live in Berlin zu sehen bevors wieder ins Studio geht.

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Kneipe: Schwarze Pumpe, Choriner Str. 76, Mitte

Beziehungsweise im Prenzlauer Berg, wenn man auf die andere Straßenseite geht. Ich habe mich aus Eitelkeit oder so immer ein bisschen dagegen gewehrt, in die Schwarze Pumpe zu gehen. Einfach weil ich direkt gegenüber wohne und Angst hatte, ich würde – wenn mir die Kneipe gefällt – nie mehr meine Straße geschweige denn meinen Stadtteil verlassen, wie man es ja von den Berlinern sagt.
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Kneipe: Club, Immanuelkirchstr. 31, Prenzlauer Berg

Aus irgendeinem unerklärlichen Grund lande ich hier immer mit Leuten, die zu Besuch in Berlin sind. Und das, obwohl ich nie den Vorschlag mache. Gestern Abend auch wieder. Und dann habe ich mich mal gefragt, warum das so ist. Wahrscheinlich deshalb:

  • Der Club ist im Prenzlauer Berg, wo man eben so weggeht.
  • Er ist in der Nähe vom Kollwitzplatz, wo man als Tourist oft hingeschickt wird.
  • Er ist oft auch Sonntag Abend noch spät geöffnet, während andere Kneipen da schon zu gemacht haben.
  • Er ist von der Atmosphäre her erträglich. Zwar nichts Besonderes, aber definitiv nicht ungemütlich. Auf der einen Seite gibt es sogar eine Bank mit dicken Kissen.
  • Die Preise sind in Ordnung. Der Heiße-Schokolade-mit-Sahne-Index liegt bei EUR 2,30. Und das ist ein großer Pott. Sehr gut.

Bin nicht sicher, ob der Kellner/Barkeeper der Besitzer war. Er war auf jeden Fall ein bisschen mürrisch (als ob er ständig daran erinnert wird, dass er eigentlich etwas viel besseres sein könnte, er nun aber blöderweise in dieser Kneipe festhängt). Aber wenn man seinem Besuch erzählt, das sei die Berliner Gastfreundschaft – und da ist ja auch was dran – dann stört das auch keinen.

Curb Your Enthusiasm

Hab vor einiger Zeit ein Paar Folgen von Larry Davids Reality-Sitcom “Curb Your Enthusiasm” gesehen. Scheint in den Staaten ziemlich erfolgreich zu sein, wurde als revolutionäre neue Art der Fernsehunterhaltung gepriesen. Szenen aus Larrys Leben, halb improvisiert, mit einer Menge Gaststars und sicherlich keinem allzu hohen Budget. (Larry David ist zusammen mit Jerry Seinfeld Erschaffer der Sitcom “Seinfeld“.)
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All Your Games Are Belong to Us

Erinnert sich jemand an das Mitt-Neunziger Shoot-Em-Up “Raptor – Call of the Shadows“? Habs damals regelmäßig gespielt, erfreut über die aufregende Grafik und den fesselnden Spielverlauf.

Offensichtlich bekommt man die Shareware-Version immer noch bei den Mountain King Studios, und auf alten DOS-Spieleseiten wie dem DOS Games Archive.

Während der Suche nach dem Spiel stieß ich auch auf Tyrian, kannte ich vorher nicht, sieht gut aus. Und DosGames.com gibt Tipps zum Starten alter DOS Spiele unter Windows XP.

Lichter V – Infotext

Soso.

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“Ich möchte mir einen Computer kaufen”

Als studierter Informatiker werde ich immer wieder gefragt: “Kannst Du mir sagen, wo ich einen guten Computer kaufen kann?” Hier ist die offizielle Liste von Dingen, die man während eines Informatikstudiums an einer deutschen (und kanadischen) Universität nicht lernt:

  • wo es die billigsten Computer zu kaufen gibt
  • wie man eine neue Grafikkarte einbaut
  • wie man Windows repariert, wenn es abgestürzt ist und nicht mehr hochfährt
  • wie man DotCom-Millionär wird

Hey, manche Studenten kommen sogar durch, ohne jemals in einer anständigen Programmiersprache programmiert zu haben. Trotz allem: wer diesen Blog-Eintrag weiterliest, wird erfahren, wo es zur Zeit einen guten, billigen Computer gibt. Und was man wirklich beim Informatikstudium lernt…
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Kriege

Beim Lesen der DAAD Ex-Stipendiaten-Zeitschrift bin ich über das folgende Diagramm gestolpert:


TN_AnzahlDerKriege.jpg

Die Daten, fand ich später heraus, stammen von der Arbeitsgemeinschaft Kriegsursachenforschung (AKUF). Ich persönlich finde das erschreckend. Man neigt dazu zu glauben, dass die Welt seit 1945 ein bisschen besser geworden ist – nur weil der Krieg nicht mehr bei uns stattfindet.